Beschreibung
BSI BSI04EV2 KE3-00 für Fahrzeuge Citroën Berlingo B9 III und Peugeot Partner Tepee III
Das BSI BSI04EV2 KE3-00 ist ein zentrales Komfort- und Fahrzeugelektronik-Steuergerät (Body Systems Interface) für Stellantis-Modelle der Citroën- und Peugeot-Familie. Es übernimmt die Steuerung und Kommunikation zahlreicher Bordfunktionen wie Zentralverriegelung, Beleuchtung, Scheibenwischer, Innenraumbeleuchtung, Fensterheber und die Kommunikation im CAN-Bus. Ersatzteile dieser Baugruppe werden häufig unter den Originalteilenummern gesucht und sind besonders relevant für Werkstätten und Selbstschrauber, die eine präzise Diagnose und, falls nötig, Neuprogrammierung vornehmen können.
Das Steuergerät findet Anwendung vor allem in den Kompakt-Vans Citroën Berlingo B9 (Modellreihe III) und Peugeot Partner Tepee III. Beim Austausch ist zu beachten, dass die Einheit elektrisch und steuergerätseitig in das Fahrzeugnetz integriert ist und in vielen Fällen eine Anpassung/Codierung an die Fahrzeug-Software erforderlich ist.
Technische Informationen
- Hersteller: Stellantis (Citroën / Peugeot)
- Modell: Citroën Berlingo B9 III; Peugeot Partner Tepee III
- Produktcodes: BSI04EV2; KE3-00
- Weitere Nummern: 9812189480; 1613583780; 1663369980; 1685403580
Funktion und Nutzen
Das BSI dient als zentrale Schnittstelle zwischen Sensoren, Aktoren und anderen Steuergeräten. Es koordiniert Komfortfunktionen, überwacht Signale (z. B. Türkontakte, Lichtschalter) und verteilt Steuerbefehle im Fahrzeug. Ein fehlerfreies BSI ist essenziell für zuverlässige elektrische Funktionen und eine stabile Kommunikation im CAN-Bus.
Weiterführende technische Hinweise
Es gibt kein festes Wechselintervall für das BSI. Die Lebensdauer hängt von Betriebsbedingungen ab; Ausfälle treten mit steigendem Fahrzeugalter häufiger auf. Typische Symptome eines defekten BSI sind sporadische Elektrikstörungen, Ausfall der Zentralverriegelung, flackernde Beleuchtung, Probleme mit Fensterhebern oder Fehlermeldungen im Kombiinstrument.
Einbauempfehlung
- Vor Beginn Batterie abklemmen und mindestens 10 Minuten warten, um Spannungsreste zu reduzieren.
- Innenverkleidung und Abdeckungen rund um das Kombi-Sicherungskastenfach sorgfältig entfernen, Fotos von Steckverbindungen zur Orientierung machen.
- Steckverbindungen vorsichtig trennen, Verriegelungen entriegeln und Kontaktstifte nicht beschädigen.
- Einheit mit passenden Schrauben lösen und herausnehmen; auf korrekte Positionierung beim Einbau achten.
- Nach Einbau Sicherungen, Masseverbindungen und Steckkontakte prüfen; Feuchtigkeitsschäden beseitigen und Dichtungen kontrollieren.
- Hinweis zur Programmierung: In vielen Fällen ist eine Codierung bzw. Kopplung des neuen Steuergeräts mit der Fahrzeug-Software und dem Wegfahrsystem erforderlich. Dies erfolgt mit herstellerspezifischen Diagnosegeräten (z. B. PSA-kompatible Tools) durch qualifiziertes Personal.
Warum das Teil typischerweise ausfällt
- Feuchtigkeit und Korrosion: Eindringendes Wasser führt zu Korrosion auf Leiterplatten und Steckkontakten.
- Spannungsspitzen und elektrische Belastung: Defekte Verbraucher oder falsche Starthilfen können Bauteile schädigen.
- Alterungsprozesse: Thermische Belastung und Ermüdung von Lötstellen oder elektronischen Bauteilen.
- Lose oder verschlissene Steckverbindungen: Unterbrechungen in der Signalübertragung verursachen sporadische Fehler.
- Mechanische Belastung nach Unfällen oder Vibrationen: Physische Schäden am Gehäuse oder Haltern.
Dieses Steuergerät wird oft unter den oben aufgeführten Teilenummern gesucht. Für Werkstätten und versierte Heimwerker bietet das Modul eine direkte Möglichkeit, komplexe Komfortfunktionen wiederherzustellen. Bei Einbau und Inbetriebnahme auf saubere Stecker, intakte Sicherungen und ordnungsgemäße Codierung achten, um Folgeschäden zu vermeiden.








